Du denkst vielleicht, dass Du mit Deiner elterlichen Wut ganz alleine bist. Du bist verzweifelt, weil Du nicht verstehen kannst, warum Du immer wieder so wütend wirst. Aus dem Nichts und vielleicht auch wegen Nichts. Du müsstest das doch besser können? Was ist nur mit Dir los? Du liebst Deine Kinder so sehr und zeitgleich tust Du ihnen weh? In Dir ist so viel Schmerz über Dein eigenes Unvermögen und trotzdem kommt es Dir vor, als würdest Du nie lernen „es“ anders zu machen. Du kommst aus dieser Spirale einfach nicht raus und langsam kommen Dir Zweifel, ob Du überhaupt für den Elternjob geeignet bist.
Klingt davon etwas bei Dir an?
Ich versichere Dir: Elterliche Wut ist sehr verbreitet. Sie ist ganz und gar nicht „nur“ Dein Problem. Wohl aber ist sie ein sehr grosses Tabuthema.
Kaum einer mag darüber sprechen, weil „gute“ Eltern nicht Schreien, Demütigen, Beschämen, Einsperren, Ignorieren, Liebe entziehen, Festhalten usw. und wir möchten wahrscheinlich alle „gute“ Eltern sein.
Die Scham ist enorm und macht die Situation erst recht verzwickt. Denn wenn wir nicht nach aussen treten können, weil wir Angst haben, verurteilt und in die Schublade „schlechte Eltern“ gesteckt zu werden, bekommen wir auch keine Hilfe. Obwohl tatsächlich nur die allerallerwenigsten Eltern wohl aufrichtig behaupten können, dass sie noch nie geschrien, beschämt, ignoriert haben.
Und genau darum geht es: Wir können 90% der Zeit wunderbar liebevoll und bedürfnisorientiert unterwegs sein und in 10% der Zeit gänzlich die Nerven verlieren. Das ist Realität und darüber müssen wir Eltern anfangen offen zu sprechen, damit wir weiterkommen in unserer persönlichen Entwicklung indem wir durch Austausch von einander lernen können.
Denn nur ganz langsam kommt in unserer Gesellschaft auch Spielraum dafür auf, dass das Leben mit Kindern eben nicht nur Zuckerschlecken ist. Dass das Lächeln eines Babys eben nicht dafür sorgt, dass alle elterlichen Energietanks sofort wieder gefüllt sind und wir völlig entspannt und fröhlich den anspruchsvollen Familienalltag bestreiten können, obwohl wir seit Monaten nicht geschlafen haben.
Das wertet nicht das Lächeln unserer Babies ab, sondern zeigt in aller Deutlichkeit, die Fülle und das Ausmass der Herausforderungen der Elternschaft.
Im ehrlichen Hinschauen auf unser Handeln liegt der erste Schritt in Richtung Veränderung.
Selbst wenn wir uns vielleicht ganz bewusst für Familie und für die Elternschaft entschieden haben, bedeutet das nicht, dass wir mit dieser Entscheidung auch allen Ansprüchen, die mit dieser Aufgabe einhergehen, gewachsen sind. Mit dem Elternwerden sind wir nicht auch automatisch Superhelden geworden. Genau das scheint die Gesellschaft – insbesondere von Müttern – aber nach wie vor zu erwarten.
Wir dürfen uns von diesen falschen Erwartungen frei machen. Wir dürfen darüber klagen, dass wir müde sind, dass unser ganzer Körper schmerzt und dass uns der Familienalltag nicht immer leicht von der Hand geht. Das hat rein gar nichts damit zu tun, wie sehr wir unsere Kinder lieben und sagt nichts darüber aus, wie gute Eltern wir sind.
Elternschaft ist eine Reise, auf der wir in mikroskopisch kleinen Schritten (dazu) lernen dürfen.
Grad in Bezug auf unsere Elterliche Wut dürfen wir lernen hinzusehen: Auf unser Verhalten und vor allem auf die Gedanken, die unser Verhalten verursachen. Im Erkennen, was denke ich über mich, über mein Kind und über die Situation in dem Moment, in dem ich so immens wütend werde und sind diese Gedanken wirklich wahr, liegt der Quell des Wandels.
„Das Kind sollte endlich lernen, dass ..“
„Das Kind ist nur zu faul, um..“
„Das Kind ist undankbar. Es ist ihm nie genug.“
Sind typische Beispiele für Gedanken, die so wütend machen können.
Zeitgleich sehen wir uns selbst zu, wie wir immer wütender werden, obwohl wir uns so vorgenommen haben, dass wir das besser machen möchten.
„Ich bin so ein/e schlechte/r Mutter/Vater“
„Ich muss mich zusammenreissen“
„Jetzt vermassle ich das schon wieder!“
„Ich kriege nichts auf die Reihe!“

Was passiert in den Momenten? Diese destruktiven Gedanken akkumulieren sich und wir werden immer noch wütender. Wütend auf das vermeintlich missratene Kind und wütend auf uns selbst, weil wir es einfach nie lernen werden.
Die daraus resultierende Wut wird in wenigen Sekunden so übermächtig, dass unser Gehirn kapituliert. Denn die wenigsten von uns haben gelernt, sogenannt negative Gefühle wie Wut auszuhalten. Unser Gehirn, das evolutionär darauf programmiert ist Schmerz zu vermeiden schreit: „Jetzt sofort dieses so unangenehme Gefühl loswerden“ und agiert entsprechend: Wir schreien, beschämen, werden sogar körperlich oder wir werden zum emotionalen Eisschrank und begegnen unserem Kind mit Härte und Gefühlskälte.
Dabei wollen wir es doch eigentlich so gern anders machen.
Wir dürfen aufhören uns selbst zu erziehen
Erst wenn wir anfangen liebevoll darauf zu schauen, was wir mit uns in unserem Innern tun und was wir über uns selbst denken, sind wir in der Lage zu verstehen, warum wir im Aussen gegenüber unseren Kindern so handeln, wie wir es tun.
Denn so unverständlich sich das am Anfang unserer Reise zu einem konstruktiven Umgang mit unserer Wut anhören mag: Wir haben alle beste Gründe, so zu handeln wie wir handeln. Nur liegen diese tatsächlich fast nie beim Kind.
Die meisten von uns haben den Impuls verinnerlicht „sich zusammenreissen zu müssen“, um mit den eigenen Fehlern umzugehen.
Vielfach haben wir gelernt: „Wenn Du einen Fehler machst, dann musst Du Dich das nächste Mal mehr anstrengen!“
Aber grad dieser Impuls ist denkbar ungeeignet, um mit Elterlicher Wut einen konstruktiven Umgang zu lernen.
Denn er funktioniert nicht. Nie.
Wir können uns nicht dazu zwingen, nicht gewaltvoll zu sein.
Lass den Satz bitte auf Dich wirken, weil er so wichtig ist: Wir können uns nicht dazu zwingen, nicht gewaltvoll zu sein.
Wir sind gewaltvoll uns selbst gegenüber, wenn wir uns mit aller Härte für unser Unvermögen verteufeln und beschämen. Wenn wir uns selbst Inkompetenz & Dummheit unterstellen. Wenn wir uns dafür verabscheuen, dass wir es nicht besser können.
Das ist genau so gewaltvoll wie die Gewalt, die wir unseren Kindern antun, wenn wir sie anschreien mit Sätzen wie:
- „Wie kann man sich nur so dumm anstellen.“, „Wann lernst Du endlich XY!/Lernst Du eigentlich nie XY?“ (Beschämen).
- Wir sind gewaltvoll, wenn wir ihnen sagen „Wenn Du nicht XY tust, dann hab ich keine Lust mehr mit Dir zu spielen“ (Erpressung).
- Wir sind gewaltvoll, wenn wir zu emotionalen Eisschränken mutieren, wenn unser Kind nicht das tut, was wir von ihm wollen (Liebesentzug).
Wir können nicht mit uns selbst gewaltvoll und mit unseren Kindern liebevoll und bedürfnisorientiert umgehen. Das funktioniert nicht, denn unser Verhalten uns selbst gegenüber und unser Verhalten den Kindern gegenüber hängt direkt zusammen.
Nur wenn wir aufhören, uns selbst zu erziehen in dem wir uns beschämen; wenn wir anfangen uns selbst liebevoll zu begegnen, geben wir dieses Wohlwollen, diese Liebe auch nach aussen wieder.
Der einzige nachhaltig funktionierende Weg raus aus der Elterlichen Wut ist deshalb sich selbst zu bestärken, das eigene Handeln, die eigenen Überzeugungen und die eigenen Gedanken wertungsfrei zu begutachten und auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen.
Was können wir konkret im Moment selbst tun, wenn wir wütend werden?
- Deine Wut ist Deine Not
Werde Dir bewusst, dass Du jetzt so wütend bist, weil Du in Not bist. Statt Dich mit Gedanken wie „Reiss Dich zusammen“ oder „Ich will nicht schon wieder wütend werden“ zu drangsalieren, sollst Du jetzt sofort für Dich sorgen. Die konkrete Frage ist also „Was kannst Du jetzt sofort und umgehend für Dich tun, damit es Dir besser geht?“ Warte nicht ab und beiss nicht auf die Zähne: Das verschlimmert alles nur. Du hast ein Recht darauf, jetzt von Dir versorgt zu werden. - Nimm Dir Zeit. (2)
Wir denken immer, wir müssten sofort handeln, weil unser Gehirn in absoluter Notlage ist und jetzt sofort eine Änderung erwirken will. Wenn Du merkst, dass alles was jetzt Deinen Mund verlassen würde nur gemein und destruktiv wäre, dann stoppe Dich im Aussen und fokussiere Dich nur auf Dein Inneres. Es kann unheimlich helfen, Dich genau da wo Du bist, hinzusetzen, die Augen zu schliessen und vielleicht sogar die Ohren zuzuhalten.
Fühl in Dich hinein. Was brauchst Du? Was ist da in Dir los? Wie kannst Du für Dich sorgen?Grad bist nur Du wichtig. Dir darf es jetzt erst einmal besser gehen und erst dann kümmerst Du Dich im Aussen um Dein Kind.
Der letzte Punkt ist deshalb so wichtig, weil es nicht möglich ist, sich kompetent um das Kind zu kümmern, wenn man so in Not ist. Das schafft unser Gehirn schlicht nicht.
Tatsächlich braucht die Wut rund 90 Sekunden, um durch unseren Körper zu fliessen und abzuebben. In Momenten der Wut fühlt sich das wie eine Ewigkeit an. Nimm sie Dir. Erst wenn Du wieder bei Dir angekommen bist und Dich sicher fühlst, kümmerst Du Dich um Dein Kind. - Ausweichstrategien:
Wenn Du merkst, Du kannst die Wut nicht halten, dann wähle eine Ausweichstrategie:
Die Decke statt das Kind anschreien
Auf und ab hüpfen
Luftboxen
Stumm schreien
Stampfen
Überwinde alle Scham und gib Deine ganze Energie in diese Ausweichstrategie.
Überlege Dir auch in ruhigen Momenten, was Dir persönlich helfen könnte, Deine Wut von Deinem Kind weg zu kanalisieren. Ich empfehle immer Strategien zu wählen, die keinen Gegenstand (zum Beispiel Kissen oder Stift und Papier) erfordern. Denn das hat man schlicht nicht immer in Reichweite. - Atme.
Klingt banal, ist aber entscheidend. Atme ruhig, langsam und vor allem aus. Wenn Du einen Geburtsvorbereitungskurs gemacht hast, dann erinnere Dich an die Atmerei damals. Tief ein- und ausatmen versorgt Dein in Not geratenes Gehirn mit Sauerstoff und sorgt für Dich. Nochmals: Nimm Dir Zeit. Lieber etwas länger atmen und wirklich warten, dass Du wieder in Dir angekommen bist, bevor Du Dich der Situation und Deinem Kind zuwendest. - Wenn Du Deinen Körper wieder spürst und merkst wie Du ruhig und wieder empathisch bist, dann wende Dich Deinem Kind zu. Erkläre, was bei Dir los war „Ich musste mich grad um mich kümmern. Es ging mir grad nicht gut. Die Situation hat mich grad überfordert. Ich musste mich erst wieder fangen. Aber jetzt bin ich für Dich da. Was können wir tun, dass es auch Dir besser geht?“
Denk daran, es ist wie mit den Sauerstoffmasken im Flugzeug: Erst versorgst Du Dich, dann versorgst Du Dein Kind. Verabschiede Dich von dem Gedanken, beides zeitgleich machen zu können. Das ist nicht möglich.

Was kannst Du tun, um an Deiner Wut nachhaltig zu arbeiten?
- Deine Wut meint es gut mit Dir. Höre ihr zu.
Ihr Ziel ist es, Dich darauf aufmerksam zu machen, dass es Dir nicht gut geht. Deshalb ist es nicht das Ziel, die Wut wegzumachen, sondern ihr zuzuhören. Was sagt sie Dir? Welche Bedürfnisse sind bei Dir ungestillt und wie kannst Du sie wenigstens im Ansatz besser stillen? - Sorge für Dich. Immer.
Elternschaft ist geprägt von Trubel im Aussen. Unsere heutige Kleinfamilienkonstellation ist leider denkbar ungeeignet um Kinder bedürfnisgerecht grossziehen zu können, denn viel zu viel Arbeit lastet auf viel zu wenigen Schultern. Um das einigermassen ausgleichen zu können, ist Selbstfürsorge das A und O. Du musst (!) für Dich sorgen, um ein kompetentes Elternteil sein zu können. Je weniger Ressourcen Du hast, desto mehr musst Du in die Selbstfürsorge gehen. Ich schreibe das explizit im Imperativ, weil wirklich kein Weg daran vorbei führt. Du bist wichtig. Schick den Gedanken, Eltern (insbesondere Mütter) hätten selbstlos und sich aufopfernd zu sein in Rente. Das ist ein Mythos, weil er nicht funktioniert. Lass uns uns auf die Dinge konzentrieren, die funktionieren. - Schreibe Deine Gedanken auf
Nimm die letzte Situation, in der Du richtig wütend wurdest. Schreibe Deine Gedanken über Dich, über Dein Kind und die Situation in kurzen Sätzen auf: Zum Beispiel „Es macht mich wütend, wenn mein Kind immer mehr will“ - Dann überprüfe Deine Gedanken
Sind sie wahr? Um beim obigen Beispiel zu bleiben: Will Dein Kind wirklich immer mehr? Gibt es auch andere Gründe für sein Verhalten, die Deinem Kind wohlgesonnener sind? Könnten diese Gründe auch wahr sein? Vielleicht sogar „wahrer“? - Ordne Deine Gedanken ein
Woher kennst Du diese Gedanken? Wie wurde mit Dir in Deiner Kindheit umgegangen? Was hat man Dir unterstellt? Hatten Deine Bedürfnisse Platz? Wurdest Du gesehen? Durftest Du sein wie Du bist oder musstest Du genügen? - Fühle in diesen Schmerz
Ich habs schon erwähnt: Unser Gehirn ist auf Schmerzvermeidung ausgelegt. Dieser Umstand wird durch die Tatsache, dass nur die wenigsten von uns lernen durften Gefühle auszuhalten und zu verarbeiten immens verstärkt. Wir dürfen das jetzt nachreifen lassen.
Wenn Du Deine Gedanken überprüfst und da kommt Schmerz auf, dann heisse ihn dankbar willkommen. Es ist ungemein wichtig, dass er sich zeigt. Denn dadurch kann er sich wandeln und auflösen. Das wird nicht von heute auf morgen gehen. Wenn Du Deine Kindheit anschaust, wie viel Schmerz sich da vielleicht, wenn nicht wahrscheinlich, angesammelt hat, dann darfst Du geduldig mit Dir sein. Auch Geduld mit sich haben ist Selbstfürsorge. - Lass Deinen Perfektionsanspruch über die Klinge springen
So viele von uns haben den Anspruch an sich perfekt zu sein. Am Liebsten in allen Bereichen. Das rührt meiner Meinung nach daher, dass wir „Leistung“ mit „Liebe“ verknüpft haben: Wir haben gelernt, dass wir mit Aufmerksamkeit, Zuneigung, Lob und Liebe überhäuft wurden, wenn uns etwas gut gelungen ist.
Das ist tatsächlich fatal. An Verhalten geknüpfte Liebe setzt in Menschen ein Manko fest in Form des Gedankens „Ich bin nicht um meiner Selbstwillen geliebt / Ich bin nicht gut genug“ und „Ich muss mich anstrengen, um geliebt werden zu können“. Der damit verknüpfte Schmerz ist immens und hält in den meisten Fällen lebenslang an.
Dabei ist Perfektionismus grad in Bezug auf Elterliche Wut maximal kontraproduktiv. Wir dürfen jetzt lernen, ganz behutsam mit uns umzugehen. Ganz kleine Schritte in Richtung „friedvoller“, „liebevoller“, „bedürfnisorientierter“ sind das einzige Ziel, das wir verfolgen. Willst Du zu viel im Sinne von „Das muss jetzt hier sofort perfekt laufen“ wirst Du zwangsläufig (!) enttäuscht werden und die Selbstbeschämungsspirale „Ich habs schon wieder nicht geschafft“ nimmt seinen Lauf. - Feiere Dich für jeden noch so kleinen Erfolg!
Stell Dir vor, Du begleitest Dich selbst auf Deinem Weg und Du siehst Dich in liebevollstem Licht. Du freust Dich jedes Mal mit Dir, wenn es Dir gelungen ist ein kleines bisschen weniger destruktiv zu handeln, ein kleines bisschen empathischer auf Dein Kind zu sehen, ein kleines bisschen liebevoller über Dich selbst zu denken. Auch wenn, und das ist so wichtig, Du noch fernab bist von friedvollem, konstruktivem Umgang mit Deiner Wut.
Es ist ein langer und schmerzhafter Wut sich den Ursprüngen der Elterlichen Wut zu stellen. Sind wir mutig, trauen wir uns ihn trotzdem zu gehen, werden wir so reich belohnt. Wir lernen uns selbst die Liebe zu geben, die wir als Kind gebraucht hätten und wir geben unseren Kindern die Liebe, die sie brauchen, um später nicht mit den gleichen inneren Dämonen kämpfen zu müssen wie wir.
Fusszeilen
(1) Ich mag an dieser Stelle unbedingt empfehlen, sich gegebenenfalls unterstützend externe Hilfe durch einen Coach oder Therapeuten zu holen. Ich persönlich empfinde es als sehr hilfreich, bei den teils sehr schmerzhaften Prozessen kompetent begleitet zu werden und jemanden an der Seite zu haben, der einem den Raum hält.
(2) Wir gehen hier vom Regelfall aus, dass Dein Kind nicht in Gefahr ist.
